Mamorkuchen à la Mutti

Ja, der Kim kann tatsächlich Kuchen backen, genauer gesagt einen: den Mamorkuchen à la Mutti. Und da es ja erst 999 private Blogs mit Rezepten gibt, wird das hier jetzt das tausendste.

Seit ich in Berlin wohne hat es sich irgendwie ergeben, dass ich mich einmal im Jahr an dem Kuchen versuche. Und jedes Mal merke ich nach dem Einkauf, dass ich die meisten Zutaten noch in einer abgelegenen Ecke der Küche rumliegen hatte.

XylitolWie dem auch sei, dieses Mal habe ich ganz verwegen experimentiert 😎 und den Zucker durch Xylitol ersetzt. Was ist das denn? Xylitol ist ähnlich wie Stevia ein Süßstoff, allerdings soll dieser dem handelsüblichen Zucker ähnlicher sein. Man kann ihn quasi eins zu eins durch Xylitol ersetzen. Von Stevia hört man hingegen immer mal wieder, dass dieser zu künstlich schmecken soll und man ihn daher mit normalem Zucker mischen müsste. So macht es Coca Cola ja auch mit der Life.

Warum das ganze? Ich habe mal wieder was gelesen, was von einem Thema zum nächsten führte, und irgendwann ging es dann um Xylitol, fragt mich nicht warum (vielleicht verblogge ich das demnächst mal genauer). Jedenfalls wollte ich am Ende mal was anderes ausprobieren, weil der Industriezucker ja nicht das allerbeste Image hat. Und ich muss sagen, einen Unterschied konnte ich nicht herausschmecken. Die Kollegen auch nicht, außer sie haben es geschickt versteckt. 🤔

Günstig ist der Spaß leider überhaupt nicht: Während ein Kilo Zucker 60 Cent kostet, schlagen 400g Xylitol mit 6€ zu Buche (oder Birke, hihi, wegen Birkenzucker). Das macht nach Adam Riese einen Unterschied um den Faktor 25. Dafür ist das ganze um einiges zahnverträglicher und um 40% kalorienärmer. Und tödlich für Hunde.

Gebraucht hat es knapp über eine Stunde für den Teig und eine Stunde im Ofen. Schmeckte auch einigermaßen gut, vielleicht ist er dieses Mal etwas bröselig geworden.

Zutaten

Für eine Form / ca. 20 Stück:

  • 250g Butter/Margarine = 1 Block (Zimmertemperatur, niemals direkt aus dem Kühlschrank)
  • 200g feinster Zucker
  • 2 TL = 1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
  • 4 Eier (Zimmertemperatur)
  • 150g Mondamin/Speisestärke/Kartoffelstärke
  • 150g Mehl
  • 3 gestrichene TL = 1 Päckchen Backpulver
  • optional: Puderzucker

Für den Schokoteil

  • 2 (gestrichene) EL Kakao
  • 2 EL Zucker (einer reicht, wenn nicht reiner Kakao verwendet wird)
  • 2 EL Milch

Zubereitung

Es gilt vier Schüsseln vorzubereiten (man entschuldige mir meine naive von jeglicher Küchenerfahrung befreite Beschreibung):

  1. Rührschüssel: Butter
  2. kleine Schüssel: Zucker + Vanillezucker
  3. Schüssel: Eier
  4. Schüssel: Speisestärke + Mehl + Backpulver
  • Weiches Fett in Schüssel geben und cremig mixen
  • Im Wechsel 2., 3. und zuletzt 4. hinzugeben
    • Der Zucker darf nicht mehr spürbar sein
    • Das Rührgerät dabei laufen lassen
    • Beim Mehl-Mix ein Sieb verwenden
  • Alles gut durchmixen
  • Zwei Drittel des Teiges in eine vorgefettete Form geben und glatt streichen

Der Schokoteil

  • Dem restlichen Drittel die Schokozutaten hinzugeben
  • Nach und nach die Milch hinzugeben und alles gut verrühren
    • Ziel: nicht zu feste, cremige Konsistenz
    • Löffeltest: Idealzustand, wenn der Teig gut an einem nassen Löffel herunterrutscht. Falls nicht, mehr Milch hinzugeben

Das große Finale

  • Den Schokoteil ebenfalls in die Form geben, mit einer Gabel spiralförmig verdrehen und glatt streichen
  • Bei 180° Ober-/Unterhitze im Ofen ca. 50–60 Minuten lang backen (bei einer runden Kuchenform reichen eventuell 30 Minuten)
    • Zahnstochertest: Bleibt kein Teig am Holzstückchen kleben, ist der Kuchen fertig.

Bon Appétit!

 

Autor: Kim

Hi, ich bin Kim, Medienschaffender aus Berlin, der sich gerne mal in neuen spannenden Dingen austobt, seien es Medienprojekte, Weltreisen oder kulinarische Experimente.

2 Gedanken zu „Mamorkuchen à la Mutti“

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